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Christian Probst

Bern, Schweiz
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Deutsch Amerikanische Freundschaft

Erstellt von: christian
Erstellungsdatum: 23-Mai-2006 09:11
Status: Freigegeben
Gelesen: 637
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Grosses Erstaunen auf amerikanischer Seite über das Stadttheatersystem (SUBVENTIONEN?!).
Über Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Theaterwelten, hüben und drüben des Atlantiks, verständigten sich heute Theaterleute im Anschluss an ein "Staged Reading" von Marius von Mayenburgs "Das kalte Kind".
So lustig die Verblüffung der Amis auch gewesen sein mag, angesichts der Feststellung, dass deutsche Regisseure an Stücktexten mehr oder weniger frei und wild herumschnippeln - hier undenkbar - ernüchterte leider auch die Präsenz der deutschen Vertreter.
Amélie Niermeyer (ab September in Düsseldorf) klang in Ihrer Verteidigung des subventionierten Stadttheaters schon so abgeschliffen - vermutlich durch endlose politische Taktierereien vor Antritt der neuen Stelle - dass man kaum mehr viel von Ihr erwartet. Ihr Angriff auf die Freie Theaterszene sei dann zum Teil dadurch entschuldigt, dass Ihr Opponent den Kampnagel nicht auf seinen Dummkopf brachte.
Wiewohl mit Mayenberg (und auch Frau Niermeyer) sich deutlich eine kluge und engagierte Generation präsentierte, ist nicht im geringsten klargeworden, was die überhaupt wollen...
Ok. Das Stück war ziemlich lustig und ein klein bisschen verstörend.


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