theaterelch

Christian Probst

Bern, Schweiz
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Prinzessin Maleine

Ein Text von Maurice Maeterlinck (Übersetzung: Stefan Gross)

Darsteller: Berner Studentinnentheater

Maleine ist meine einzige Arbeit, bei der ich in herkömmlicher Weise das Publikum von der Bühne trennte. Ich halbierte den Raum exakt in der Mitte. Die dadurch entstandenen gleichwertigen Räume wurden optisch durch die Beleuchtung der alles überspannenden Gründerzeit-Kuppel zusammengefasst.

Um die dumpfe Fatalität der Menschenschicksale in Maeterlincks Stücken zu vorbildlichen, waren die Bewegungen der Akteure auf vier Richtungen beschränkt. Das böse Märchen wurde für den Betrachter zum überschaubaren Brettspiel.

Die Strichfassung zielte auf ein schnelles Fortschreiten zur Katastrophe, in der das Stück endet. Um den diversen Szenenbildern zu entsprechen, entwickelte ich eine Art Renaissance-Theatermaschine. Zwei drehbare Wände ermöglichten bei Beschränkung auf vier Raurnrichtungen 32 verschiedene Bilder ohne Umbaupause.

"Sobald wir etwas aussprechen, entwerten wir es seltsam. Wir glauben in die Tiefe der Abgründe hinabgetaucht zu sein und wenn wir wieder an die Oberfläche kommen, gleicht der Wassertropfen an unseren bleichen Fingerspitzen nicht mehr dem Meere, dem er entstammt. Wir wähnen eine Schatzgrube wunderbarer schätze entdeckt zu haben und wnn wir wieder ans Tageslicht kommen, haben wir nur falsche Steine und Glasscherben mitgebracht; und trotzdem schimmert der Schatz im Finstern unverändert."
Maurice Maeterlinck


·Premiere: 11. November 1992

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· Kuppelsaal - Universität Bern
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· Maleine - Szenen
· Der «Bund» - 11.1992
· Berner Zeitung - 11.1992
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